Feddersen
E preester Christian Feddersen (1786-1874) seet ham in for e frasche spräke än kultuur, ouers uk for freese twasche da ünlike följke unerenouder
Bis ins 19. Jahrhundert hinein hatten im dänischen Gesamtstaat Menschen verschiedener Sprache und Nationalität friedlich zusammengelebt. Der aufkommende nationale Gedanke betonte nun die Verschiedenheit der Menschen und führte in seinem Exzess zu nationalistischem Hass und zu Blutvergießen im Krieg 1848-50. Nur wenige traten in dieser Zeit für gegenseitiges Verständnis und Friedfertigkeit ein. Zu ihnen gehörte ein nordfriesischer Pastor, der aus einem kleinen Dorf zwischen Niebüll und Leck stammte: Christian Feddersen (1786-1874). Sein Vater Harke Feddersen war Bauer und Dorfschullehrer in Wester Schnatebüll. Er bietet ein beeindruckendes Beispiel, wie rege das geistige Leben auf dem Lande damals sein konnte. Als sein Ziel hielt er fest: "Ein braver Mann, ein frommer Christ will ich werden und wo möglich auch recht viel lernen." Er sammelte Werke aus verschiedenen Wissenschaften, erlernte mehrere Sprachen und unterrichtete seine Söhne neben der Schule "täglich mindestens 5-6 Stunden".