Bedeutende Pastoren und die Kunstmaler Hans Peter Feddersen, Vater und Sohn, gingen aus dieser Familie hervor.
Christian wurde Pastor, zunächst in Niebüll, später in Nordhackstedt im Amt Flensburg. Seine Muttersprache war Friesisch. Als er nun mit dem Gedankengut der Romantik in Berührung kam, Schriften des deutschen Philosophen Johann Gottfried Herder und des dänischen Volkspädagogen N. F. S. Grundtvig las, da gelangte er zu der Erkenntnis, demnach weder Deutscher noch Däne, sondern Friese zu sein. So wurde er zum ersten Anreger einer friesischen Bewegung. Die Nordfriesen sollten ihre eigene Sprache und Kultur bewahren, beispielsweise eine Zeitschrift in ihrer Sprache herausgeben. In seiner kleinen Schrift "Fünf Worte an die Nordfriesen" nennt er Nordfriesland ausdrücklich sein "Vaterland", das zu einem "freundlich leuchtenden Punct neben den deutschen und dänischen Landen" werden solle. Dies war keineswegs kleinkariert-provinziell gedacht. Jeglicher nationalen Überheblichkeit erteilte er eine Absage. "Nur der Unerfahrene, der Welt und Menschen durchaus nicht kennt, der immer nur in seinem engen Volkskreise sich bewegte", nur "Gedankenlose" und "Engherzige" könnten andere Völker verachten.
Zu diesem Zeitpunkt, 1845, trieb die deutsch-dänische Auseinandersetzung aber bereits ihrem Höhepunkt zu. Sie ließ für friesische Bestrebungen, wie sie Christian Feddersen in so idealistischer Weise betreiben wollte, jetzt und für lange Zeit keinen Raum. Die meisten Nordfriesen standen im nationalen Konflikt, wenn sie sich denn überhaupt öffentlich äußerten, auf der deutschen Seite. Die jahrhundertelange Verbindung mit deutscher Kirchen- und Schulsprache wirkte sich hier aus.