Zudem hatten zwei große Volksfeste und ein Sängerfest in Bredstedt in den Jahren 1844 bis 1846 viele Menschen für die Ziele der deutschen Schleswig-Holsteiner gewonnen.
Auch Christian Feddersen trat für die Schleswig-Holsteiner ein. Doch bewahrte er sich ein kritisches Urteil. Aus seiner christlich-humanistischen Haltung heraus wandte er sich gegen die krassen Auswüchse eines Kampfes, in dem das "Nationale" zum höchsten Wert geriet, in dem die Menschen, je nach ihrer Stellungnahme, bedenkenlos in "gute" und "schlechte" eingeteilt wurden. Im "Namen der Humanität und des Christentums" richtete er während des Bürgerkriegs 1848-50 ein "mahnendes, bittendes und ermunterndes Wort an alle Kämpfer für Schleswig-Holstein". Den "Nationalhaß" verurteilte er als "empörend und ekelhaft". Schon in seiner Schrift an die Nordfriesen von 1845 war er dafür eingetreten, dass "Volksliebe" immer von "Menschenliebe" begleitet werden müsse, sonst werde sie schlimme Folgen haben. Den Krieg sah er als "grimmigen Sohn menschlicher Kurzsichtigkeit, Leidenschaftlichkeit und Verdorbenheit". Als alle Welt vom nationalistischen Ungeist infiziert schien, bewahrte er einen klaren Kopf, schwamm gegen den Strom.
Mitten im Krieg rief Christian Feddersen die Schleswig-Holsteiner zur Teilnahme an den Kongressen der entstehenden Friedensbewegung auf, die 1849/50 in Brüssel, Paris, Frankfurt und London stattfanden. Mit den englischen Friedensfreunden in London nahm er brieflich Verbindung auf. Im "Itzehoer Wochenblatt" befürwortete er 1849 die "verhältnismäßige Entwaffnung der Staaten, Abschaffung des Krieges und Ersetzung desselben durch ein Schiedsgericht".